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Seniorengerechtes Wohnen

Welche Möglichkeiten bietet Betreutes Wohnen im Alter?

Die Frage, wie wir im Alter leben werden, stellen wir uns in jungen Jahren nur ungern. Schließlich ist die Vorstellung an ein Dasein im Seniorenheim für die meisten Menschen mit negativen Emotionen verknüpft. Interessieren Sie sich für Alternativen? Dann sollten Sie sich frühzeitig zum Thema „Betreutes Wohnen im Alter“ informieren.

Gibt es Lösungen für altersgerechtes Wohnen?

Es ist völlig natürlich, dass die meisten Menschen folgenden Wunsch hegen: ein möglichst selbstbestimmtes, erfülltes und selbständiges Leben. Ihnen graut davor mit zunehmendem Alter eines Tages stark eingeschränkt zu sein. Eine mögliche Abhängigkeit oder Hilfsbedürftigkeit ist ein schrecklicher Gedanke, der Angst macht und verunsichert.

Sollte sich dieser Zustand dennoch wirklich einstellen, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass es nur die Lösung einer Unterbringung im Altenheim gibt.

Älteren Leuten bieten sich heute mehr Möglichkeiten denn je. Für jede Situation oder Lebenslage lässt sich eine geeignete Wohnform finden.

Im Bereich des Betreuten Wohnens für Senioren gibt es mittlerweile die verschiedensten Angebote. Sie können mit der Zeit an die jeweiligen Lebensphasen angepasst werden. Wenn sich der Pflegebedarf im Laufe der Zeit verändert oder erhöht, kann die erforderliche Hilfe auf die persönlichen und individuellen Bedürfnisse exakt zugeschnitten werden.

Deshalb kann das perfekt angepasste Betreute Wohnen so die Senioren in deren möglichst autonomen und aktiven Alltag äußerst sinnvoll und hilfreich unterstützen.

Welche Formen gibt es beim Betreuten Wohnen?

Es besteht zwar noch keine Pflegebedürftigkeit, aber Hilfestellung bei der Erledigung bestimmter Aufgaben im Alltag ist gewünscht oder erforderlich? Folglich kann die ambulante Form des Betreuten Wohnens genau die richtige Wahl sein.

Senioren-Haende

In vielen Fällen können die Senioren weiterhin in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Hier würde oft schon ein wenig organisatorische Unterstützung genügen (z. B. beim Einkaufen oder Putzen). Auch die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes wäre durchaus hilfreich. Sinnvoll und unterstützend sind technische Hilfsmittel wie ein z.B. ein mobiler Notruf. Auch Maßnahmen zum Brandschutz und zur Sturzprävention, Treppensteighilfen oder Tablettenspender mit Erinnerungsfunktion sind gute Helfer.

Was versteht man unter „Betreutes Wohnen“?

Nur was tun, wenn ein barrierefreies Heim benötigt wird und das eigene Haus sich beispielsweise nicht zum Umbau eignet? Hier empfiehlt sich möglicherweise das Betreute Wohnen in einer Wohnanlage. Diese Anlagen bieten nicht nur barrierefreien Wohnraum.

Zudem können auch medizinische und allgemeine Betreuung in Anspruch genommen werden. Daneben ist das altersgerechte Leben in solch einer betreuten Wohnanlage in rechtlicher Hinsicht nicht mit einem Altenheim vergleichbar, denn jeder Bewohner verfügt über seinen eigenen Haushalt und damit über ein großes Stück Selbstbestimmung. Gleichzeitig sorgt aber der Betreuungsservice jederzeit für Sicherheit und Unterstützung.

Was ist eine Senioren-WG?

Ein Tipp von Immobilienprofi Matthias Wandl aus München-Hadern: Betreute Senioren-WGs, in denen Rentner sich eine Wohnung teilen. Sie können sich selbst versorgen, sich gegenseitig unterstützen oder je nach Bedarf mit fremder Hilfe betreut werden.

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Die Senioren-WG ist für viele ältere Menschen eine wirklich gute Wahl. Sie können hier ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter führen. Allerdings können sie aber auch neue, anregende Kontakte knüpfen. Toller Nebeneffekt: sie fühlen sich nicht länger einsam und „ungebraucht“.

Sektempfang

Es kann sehr bereichernd und hilfreich sein mit Menschen unter einem Dach zu leben, die sich in einer gleichen oder ähnlichen Lebensphase befinden. Im Gegensatz zu einem Pflegeheim geht es in einer Senioren-WG verstärkt um ein Miteinander, das neue Energie geben kann. Gegenseitige Fürsorge und ein reger Austausch halten geistig und körperlich fit und erweitern den Horizont – sei es beim Kochen oder Kartenspielen.

Fazit:

Die Vielschichtigkeit des Themas Betreutes Wohnen im (Senioren)Alter macht deutlich, dass viele Überlegungen, Sorgen und Ängste bei dem Gedanken an die eigene zukünftige Wohnsituation unnötig sind. Das Leben in den eigenen vier Wänden kann oft mit ambulanten Hilfen länger fortgesetzt werden, als gedacht. Doch auch das Betreute Wohnen in einer entsprechenden Wohnanlage bietet viele Vorteile. Und wer mehr Geselligkeit, gute Gespräche und nette Bekanntschaften sucht, findet sein Glück möglicherweise in einer ansprechenden Senioren-WG.

Claudia Arzberger, Immobilienmaklerin in Bad Aibling kann Sie für verschiedenste Möglichkeiten in der Region in und um Bad Aibling professionell beraten. Ein Tipp von ihr als Einheimische:
Unter „Wohnen im Alter – Besser älter werden“ finden Sie Beispiele für Wohnvarianten im Alter.

Buchtipps zum Thema

  • Claudius Hasenau, Lutz H. Michel (Hrsg.): Ambulant betreute Wohngemeinschaften – gestalten, finanzieren, umsetzen. VINCENTZ Network, Hannover, 2. Auflage, 2017, ISBN 978-3-86630-431-4.
  • Henning Scherf: Alle unter einem Dach. In verdi-publik. Ausgabe-10/2010-Generationen S. 1–2 (auch online.) (dort Artikel zu barrierefrei wohnen, technischen Hilfen, Genossenschaft Bad Kreuznach)
  • David Thiele: Wohngemeinschaften für Senioren und Menschen mit Behinderung: Gründung, Hintergründe, Wege. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden, 2016 ISBN 978-3658117740.

Kernaussagen in Kürze:

  1. Laut Bevölkerungsprognose des IW Köln werden 2035 rund 83 Millionen Menschen in Deutschland leben – gut ein Viertel davon hat die 67 Jahre überschritten.
  2. Obwohl die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren voraussichtlich steigen wird, schrumpft die Zahl der Erwerbspersonen von 2015 bis 2035 um eine Million.
  3. Aufgrund des Trends zu mehr Teilzeitarbeit sinkt auch das Jahresarbeitsvolumen – dies kann durch ein höheres Qualifikationsniveau nicht vollständig kompensiert werden.

Quelle: Insitut der Deutschen Wirtschaft

Verhältnis von Personen im erwerbsfähigen Alter zu unter 20-Jährigen und Rentnern

Link zum Schaubild:
https://www.iwd.de/artikel/demografie-der-druck-nimmt-zu-361317/

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