Immobilien-ABC

Glossar

Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen will, wird nicht selten mit Fachbegriffen konfrontiert. Diese einfach zu ignorieren ist nicht ratsam, denn gerade in Detailbeschreibungen oder dem "Kleingedruckten" finden sich oft wichtige Regelungen oder Bestimmungen. In unserem Glossar haben wir für Sie die wichtigsten Begriffe der Immobiliensprache (Deutschland) aufgelistet und erklärt. Die Ausdrücke sind alphabetisch aufgelistet.

Sollten Sie einen Begriff vermissen, freuen wir uns über eine kurze E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

A

  • Abgeschlossenheitsbescheinigung (AB)

    Diese Bescheinigung wird durch das Bauaufsichtsamt ausgestellt, wenn die Räumlichkeiten nach dem WEG (Wohnungseigentumsgesetz) abgeschlossen sind. Danach müssen die Räumlichkeiten baulich von anderen Wohneinheiten getrennt sein und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.
  • Abnahmeverpflichtung

    Verpflichtung des Darlehensnehmers, sich das Darlehen innerhalb der vereinbarten Frist (Abnahmefrist) auszahlen zu lassen.
  • Abschreibung (AfA)

    Die steuerrechtlich zu ermittelnde, jährliche Wertminderung von Gebäuden. Diese kann im Rahmen der Steuererklärung als Absetzung für Abnutzung (AfA) berücksichtigt werden und kann den Einnahmen bzw. Einkünften gegenübergestellt werden. Grundlage der AfA bilden dabei die Herstellungs- oder Anschaffungskosten, wobei die Abschreibung mit dem Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung des Gebäudes beginnt. Nachträgliche Herstellungskosten erhöhen die Grundlage.
  • Agio

    siehe Damnum
  • Altbau

    Wohngebäude, die in einer bestimmten Bauweise errichtet wurden und vor 1949 entstanden sind. Teilweise spricht man auch von Altbauten, wenn diese älter als 30 Jahre sind.
  • Altlastenkataster

    In diesem umfassenden Register sind Altlasten und altlastverdächtige Flächen erfasst. Jeder, der ein Grundstück oder eine Immobilie erwerben will, sollte sich vorher erkundigen, ob dieses Objekt in dem Kataster über Altlastenverdachtsflächen und Altlasten erfasst ist. Dazu sind in der Regel eine genaue Lagebezeichnung und ein Eintrag in einem Lageplan notwendig.
  • Anderkonto

    siehe Notaranderkonto
  • Annuität

    Eine regelmäßige, jährliche Rate (lat. annus = Jahr), die sich aus dem Zinsanteil und der Tilgung zusammensetzt.

  • Annuitätendarlehen

    Ein Annuitätendarlehen ist die am meisten verwendete Darlehensform. Im Unterscheid zum Tilgungsdarlehen bleiben die Rückzahlungsbeträge über die gesamte Laufzeit konstant, sofern ein fester Zinssatz vereinbart wurde, d.h. Zins und Tilgungsleistung ergeben zusammen einen festen Betrag. Da sich mit jeder Rate (=Annuität) ein Teil der Restschuld getilgt wird, verringert sich der Zinsanteil zu Gunsten des Tilgungsanteils.
  • Auflassung

    Als Auflassung wird die notarielle Einigungserklärung zwischen Verkäufer und Käufer bezeichnet, dass das Eigentum vom Veräußerer auf den Erwerber übergehen soll. Der Vollzug des Eigentumswechsels muss im Grundbuch eingetragen werden. Durch eine Auflassungsvormerkung kann die Auflassung gesichert werden.
  • Auflassungsvormerkung (umgangssprachlich "Auflassung")

    Da zwischen der Bezahlung des Kaufpreises und der Eintragung als Eigentümer im Grundbuch ein paar Wochen oder sogar Monate vergehen können, gibt die Auflassungsvormerkung dem Käufer Sicherheit im Grundbuch: Durch eine im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung wird der Verkauf der Immobilie an einen anderen Käufer blockiert. Ein treffenderer Name wäre allerdings "Eigentumsvormerkung". Vgl. § 883 BGB.
  • Aufteilungsplan

    Der Aufteilungsplan enthält alle zur Darstellung des aufzuteilenden Gebäudes notwenigen Zeichnungen, wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten. Er wird von der Genehmigungsbehörde geprüft und wird Bestandteil der Teilungserklärung. Zum Aufteilungsplan gehört die Abgeschlossenheitsbescheinigung.

B

  • Bauträger

    Bauträger erstellen Wohn- oder Gewerbeimmobilien auf eigenem bzw. finanzierten Grund auf eigenes Risiko. Die zu erstellenden Immobilien werden meist bereits vom Plan verkauft und sind vom Käufer/Erwerber nach Baufortschritt zu bezahlen. Einzelheiten dazu sind in der MaBV (Makler- und Bauträgerverordnung) geregelt.
  • Bauvoranfrage

    Gerade in Fällen, wo die grundsätzliche Art der Bebaubarkeit nicht klar ist, weil z.B. kein Bebauungsplan vorliegt, können durch eine Bauvoranfrage alle Fragen geklärt werden. Je detaillierter die Anfrage dabei gestellt wird, desto konkreter kann der Bauvorbescheid ausfallen.
  • Bearbeitungsgebühr/-entgelt

    Manche Banken berechnen dieses Gebühren für die Bearbeitung eines Kreditvertrages. Bei guter Bonität des Darlehensnehmers verzichten die Banken auf Nachfrage meistens auf diese Gebühren.
  • Bebaubarkeit

    Grundsätzlich muss zur Bebauung eines Grundstücks eine schriftliche Baugenehmigung vorliegen. Obwohl es auch Ausnahmen gibt, ist der Bauherr immer auf der sicheren Seite, wenn er sich das von der zuständigen Behörde schriftlich bestätigen lässt.
  • Bebauungsplan (B-Plan)

    Die Gemeinden legen darin fest, welche Nutzungen auf einer Fläche zulässig sind. Damit werden durch den Erlass rechtsverbindlicher Satzungen städtebauliche Entwicklungen gesteuert.
  • Beleihungswert

    Der wahrscheinlich langfristig, zu jedem beliebigen Zeitpunkt realisierbare Wert einer Immobilie. Meist die Obergrenze, bis zu der Kreditinstitute Darlehen gewähren oder auf Grund interner Vorschriften gewähren dürfen.
  • Beleihungsgrenze

    Wird auf der Basis des Beleihungswertes festgesetzt. Eine Art zusätzlicher Sicherheitspuffer für den Kreditgeber. Bei Wohnbaufinanzierungen legen Hypothekenbanken die Obergrenze der Fremdfinanzierung etwa bei 60 - 80 %, Banken und Sparkassen bei 80- 90%, Bausparkassen bei 80 % und Lebensversicherern bei 45% fest. Darlehensangebote über den Beleihungswert hinaus müssen zusätzlich besichert werden und gehen regelmäßig mit schlechteren Darlehenskonditionen einher.
  • Bereitstellungszinsen

    Wenn zwischen der vertraglich vereinbarten Auszahlung und dem tatsächlichen Abruf des Darlehens oder von Teilen davon ein längerer Zeitraum liegt, berechnen die Kreditinstitute für die Bereitstellung der Kreditmittel Zinsen. Diese fallen meist ab dem vierten Monat nach Auszahlungsreife der Darlehenssumme an und betragen pro Monat üblicherweise 3 Prozent pro Jahr.
  • Besitz

    Besitz ist die tatsächliche Herrschaft über eine Sache. Der Besitzer verfügt also über eine Sache, unabhängig davon, ob sich die Sache in seinem Eigentum befindet oder nicht. Dies gilt beispielsweise auch für gemietete und unrechtmäßig angeeignete Sachen.
  • Betriebskosten

    Die laufenden Kosten, die durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gebäudes, der Anlagen und Einrichtungen entstehen. Zu den Betriebskosten zählen nach § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) beispielsweise: Grundsteuer, Kosten der Wasserversorgung, der Entwässerung, des Heizungsbetriebs, des Betriebs der zentralen Warmwasserversorgungsanlage, des Betriebs des Personenaufzugs, der Straßenreinigung und Müllbeseitigung, der Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung, der Beleuchtung, der Schornsteinreinigung, der Sach- und Haftpflichtversicherung, für den Hauswart, des Betreibens der Gemeinschaftsantenne, des Betriebs der Einrichtungen für die Wäschepflege und sonstige Betriebskosten.
  • Betriebskostenumlage

    Bei vermieteten Immobilien können die Betriebskosten auf den Mieter umgelegt werden. Voraussetzung dafür ist eine wirksame vertragliche Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter.
  • BGB-Vertrag

    Ein Bauvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), dem allein die Bestimmungen des Werkvertragsrechts zu Grunde liegen. Im BGB wird der Bauvertrag allerdings nur sehr oberflächlich behandelt. Viel umfangreicher sind hier die Regelungen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistung (VOB). Vgl. VOB.
  • Bodenrichtwert

    Bodenrichtwerte sind Durchschnittswerte, die von Gutachterausschüssen auf Grundlage ihrer Kaufpreissammlung ermittelt und in Bodenrichtwertkarten dargestellt werden.
  • Bonität

    Darunter ist zu verstehen, wie kreditwürdig jemand ist und ob die Fähigekeit besteht, Schulden zurückzahlen zu können.
  • Bürgschaft

    Die Bürgschaft ist eine einseitige verpflichtende Vereinbarung zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Der Gläubiger sichert sich so für den Fall der Zahlungsunfähigkeit des Dritten ab. Vgl. Gewährleistungsbürgschaft.
  • Bungalow

    Ein Bungalow ist ein eingeschossiges Wohngebäude mit einem Flachdach.

C

  • CAP-Darlehen

    Ein zinsvaribales Hypothekendarlehen bei dem Zinsobergrenzen sowie Zinsuntergrenzen für eine vereinbarte Laufzeit festgelegt werden. Sondertilgungen sind dabei jederzeit möglich.
  • Carport

    Ein Carport dient als Garagenersatz und dient dem Schutz von Fahrzeugen vor Umwelteinflüssen. Er besteht häufig aus einer Balkenkonstruktion aus Holz mit einer ortsüblichen Überdachung.
  • Concierge

    In Frankreich versteht man darunter heute den Hausmeister, Pförtner oder Portier. Ebenso findet man Concierges in Luxushotels, in großen Geschäftsgebäuden oder in sehr gehobenen Wohnanlagen. Die Tätigkeit des Concierge geht oft wir über Hausmeisterdienste hinaus.
  • Courtage

    Hierbei handelt es sich um ein Erfolgshonorar, das ein Makler für die Vermittlung oder den Nachweis der Vermittlung erhält.

D

  • Dachformen

    Gemeint ist damit die äußere Form des Daches, welche überwiegend ortsüblich ausfällt. Beispielsweise als Pult-, Flach-, Sattel/Giebel- oder Walmdach.
  • Dachbezeichnungen

    Anfallspunkt: Punkt im First, in dem drei oder mehrere Dachflächen zusammenstoßen First: Obere, meist waagrechter Schnittkante zweier Dachflächen Giebel: Obere, abschließende Wandfläche Grat: Außenkanten, an denen zwei Dachflächen in der Schräge aufeinander treffen Kehle: Innenkanten, an denen zwei Dachflächen in der Schräge aufeinander treffen Traufe: Untere, meist waagrechter Abschlusskante der Dachfläche
  • Dachgaube

    Die Dachgaube ist ein Dachaufbau, der die im geneigten Dach eines Gebäudes den Einbau senkrechter Dachfenster zur Belichtung und Belüftung der Dachräume ermöglicht.
  • Darlehensvertrag

    Schuldrechtlicher Vertrag über die Gewährung und Rückzahlung eines bestimmten Geldbetrages zu vereinbarten Konditionen. Das Darlehen kommt durch einen Darlehensantrag sowie die Zusage (Bewilligung) der Bank zustande.
  • Damnum

    Entweder ein Auszahlungsabschlag beim Darlehen (Disagio) oder ein Auf- bzw. Zuschlag (Agio) bei der Darlehensrückzahlung. Im Grunde die Differenz zwischen dem Rückzahlungsbetrag und Auszahlungsbetrag.
  • Dauernde Last

    Wiederkehrende, nicht gleichmäßige Aufwendungen, die ein Verpflichteter über einen längeren Zeitraum auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung zu erbringen hat. Je nach Vereinbarung kann diese als Geld- oder Sachleistung geleistet werden.
  • Dauerwohnrecht

    Das Recht, eine Wohnung bzw. eine Wohneinheit dauerhaft zu bewohnen oder sonst zu nutzen, z.B. durch Vermietung. Vgl. WEG
  • Dingliche Sicherung

    Ein Pfandrecht zur Sicherung für eine Forderung.
  • Dingliches Recht

    Absolutes Recht, das gegenüber jedermann wirksam ist.
  • Disagio

    Siehe Damnum

E

  • Effektivzins

    Jährliche Zinsgröße in Prozent, die entweder die Rentabilität einer Kapitalanlage oder die Gesamtbelastung bei Krediten oder Darlehen wiedergibt. Dabei werden u.a. der Nominalzins, Gebühren, Kosten, Laufzeit, Zinszahlungen, Zinsverrechnungen, Agio, Disagio, Tilgungsmodalitäten berücksichtigt, mit dem Ziel, eine vergleichbare Größe darzustellen.
  • Eigentümerversammlung

    siehe Wohnungseigentümerversammlung
  • Eigentum

    Das umfassende Recht an einer Sache, wobei Beschränkungen durch Vertrag oder per Gesetz möglich sind.
  • Einheitswert

    Dient als Besteuerungsgrundlage für mehrere Steuerarten, wie z.B. Vermögensteuer, Grundsteuer, Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer, Grunderwerbsteuer.
  • Erbbaurecht

    Das beschränkte dingliche, zeitlich befristete Recht an einem fremden Grundstück, auf- oder unter der Oberfläche ein Bauwerk zu errichten oder zu unterhalten. Das Erbbaurecht wird selbst wie ein Grundstück behandelt und ist daher belastbar, veräußerlich und vererbbar. Entgelt für die Gewährung eines Erbbaurechts ist der sogenannte Erbbauzins.
  • Erschließungskosten

    Kosten des Grundeigentümers, die im Rahmen der Erschließung eines Grundstückes anfallen. U.a. für den Bau der Straße, Bürgersteig, Beleuchtung; Anschlüsse für Wasser, Abwasser (Kanal), Strom, Fernwärme, Gas, Telefon, Kabel-TV.
  • Ertragswert

    Eine vergleichbare Größe bei der Wertermittlung eines Gebäudes (Ertragswertverfahren). Dazu werden der Bodenwert und die zukünftigen, nachhaltig erzielbaren Einnahmen herangezogen und die Bewirtschaftungskosten in Abzug gebracht.

F

  • Festzinshypothek

    Darlehen, bei dem die Zinskonditionen für einen garantierten Zeitraum unverändert gelten. Fester Zinssatz für eine feste Laufzeit. Der Darlehensnehmer kann sich so gegen Zinserhöhungen während der Laufzeit absichern, profitiert allerdings im Gegenzug auch nicht von etwaigen Zinssenkungen.
  • Flächennutzungsplan

    Der Flächennutzungsplan ist ein Planungsinstrument der Bauleitplanung. In der grafischen Plandarstellung sind für bestehenden und für zukünftig erwünschten Flächennutzungen dargestellt, z.B. Baugebiete unterteilt in Wohnbauflächen (W), gemischte Gebiete (M), gewerbliche Bauflächen (G), Sonderbauflächen (S), Ackerflächen, Straßen, öffentliche Gebäude, Wälder etc.

G

  • Gaube

    siehe Dachgaube
  • Gemeinschaftseigentum

    Nach dem Wohnungseigentumsrecht gehören dazu alle Bestandteile des Gebäudes und Grundstücks, die nicht im Sondereigentum oder im Eigentum eines Dritten stehen. Dazu zählen z.B. das Grundstück, Außenwände, Dach, Treppenhaus, Räume der Haustechnik, etc. Einzelheiten dazu finden sich meist auch in der Teilungserklärung, insbesondere zu Fenstern, Eingangstüren usw.
  • Gemeinschaftsordnung

    siehe Teilungserklärung
  • Geschossflächenzahl (GFZ)

    Die GFZ beziffert das Verhältnis zwischen der Grundstücksgröße und der baulichen Nutzung der gesamten Grundstücksfläche. Die GFZ multipliziert mit der Grundstücksfläche ergibt die maximal zulässige Geschossfläche, die errichtet werden darf.
  • Gewährleistungsfrist

    Die Frist für Gewährleistungsansprüche auf Baumängel beträgt nach VOB nur 2 Jahre, nach BGB 5 Jahre. Nach VOB beginnt die Frist für den 'gleichen Schaden' jedoch ab dem Beheben dieses Mangels von Neuem. Nach BGB ist nach 5 Jahren endgültig Schluss. Ohne besondere Vereinbarung gilt bei Bauherren gegen den Unternehmer nach BGB-Werkvertragsrecht 5 Jahre, wobei Gewährleitungsansprüche für Arbeiten an einem Grundstück bereits nach einem Jahr verjähren. Die Parteien können frei wählen, nach welchem Recht und welcher Gewährleistungsfrist gewählt wird. Dies sollte spätestens bei Vertragsabschluss schriftlich festgelegt werden.
  • Gewährleistungsbürgschaft

    Eine Absicherung des Bauherrn für den Fall einer Insolvenz des Bauunternehmens. Der Bürge steht für Mängelbeseitigungskosten, die innerhalb der Gewährleistungsfrist auftreten, ein.
  • Grunddienstbarkeit

    Eine Grunddienstbarkeit regelt die Rechte, die Dritte an einem Grundstück haben. Es handelt sich dabei um das dingliche Recht zur beschränkten unmittelbaren Nutzung. Dabei wird zwischen dem "belasteten" und dem "dienenden" Grundstück unterschieden. I.d.R. handelt es sich dabei um Duldungen, wie z.B. Geh- und Fahrt-, Wege- oder Leitungsrechte.
  • Grunderwerbsteuer

    Grunderwerbsteuer entsteht bei Abschluss eines im Inland gelegenen Grundstückskaufvertrag. Erhoben wird sie durch das Finanzamt, welches erst nach Bezahlung der Grunderwerbsteuer eine sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt. Diese ist Voraussetzung für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

    Bis 1997 betrug der Steuersatz bundeseinheitlich 2,0 Prozent, ab 1998 3,5 Prozent. Nachdem seit 2006 die Bundesländer die Steuersätze selbst festlegen dürfen, wurden diese dramatisch angehoben. So beträgt der Steuerersatz in Berlin ab dem 01.01.2014 6,0 Prozent, also das dreifache von 1997. Lediglich Bayern und Sachsen haben derzeit noch an den Steuersatz von 3,5 Prozent.

    Zur Ansicht der aktuellen Steuersätze klicken Sie bitte hier: Grunderwerbsteuersätze in Deutschland.
  • Grundflächenzahl (GRZ)

    Die GRZ wird als Vorgabe im Bebauungsplan ausgewiesen und gibt multipliziert mit der Grundstücksgröße an, wie viel der gesamten Grundstücksgröße bebaut werden darf. Beispiel: Grundstücksgröße: 700 m², GRZ: 0,3; 700 mal 0,3 = 210 m². Es darf also ein Gebäude mit einer Grundfläche von maximal 210 m² errichtet werden.

H

  • Haustechnik

    Als Teilgebiet der Versorgungstechnik sind darunter alle technischen Anlagen zu verstehen, die das Gebäude benutzbar machen. Beheizung, Beleuchtung, Wasser- und Luftversorgung, Entsorgung von Abwasser und Müll.
  • Heizenergiebedarf

    Als Heizbedarf wird bezeichnet, welche thermische Energie zum Heizen benötigt wird.
  • Heizwärmebedarf

    Der Heizwärmebedarf eines Gebäudes wird gemessen in Kilowattstunden pro Quadratemter (kWh/m²a) und ist die errechnete Enegeriemenge, die einem Gebäude innerhalb der Heizperiode zuzuführen ist, um die gewünschte Raumtemperatur aufrechtzuerhalten.

I

  • Immission

    In Bezug auf die Umweltgesetzgebung bedeutet das Einwirkungen von Umwelt-Störfunktionen auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachen, z.B. Luftverunreinigung, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlung und Ähnliches.
  • Instandhaltungsrücklage

    Gemäß dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist die Eigentümergemeinschaft verpflichtet, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden. Diese dient als Vorsorge für notwendige künftige Reparaturen und Instand- haltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum. Die Eigentümergemeinschaft legt durch einen Beschluss fest, wie hoch die Rücklage ausfällt. Sie wird dann durch den WEG-Verwalter im Rahmen des monatlichen Wohn- bzw. Hausgelds erhoben.

J

  • Jahresabrechnung

    Die Jahresabrechnung ist nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) jährlich vom Verwalter zu erstellen. Dabei werden alle Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines Wirtschaftsjahres aufgelistet. Die Wohnungseigentümerversammlung muss die Jahresabrechnung beschließen.
  • Jahresheiz(wärme)bedarf

    siehe Heizwärmebedarf

K

  • Kataster

    siehe Liegenschaftskataster

L

  • Lichte Höhe

    Die Höhe zwischen der Oberkante fertiger Fußboden und Unterkante Decke.
  • Liegenschaftskataster

    Amtliches Verzeichnis aller Flurstücke, welches von den jeweiligen Kataster- bzw. Vermessungsämtern geführt wird.
  • Loft

    Lofts sind ursprüngliche Lager- und Industrieräume, die zu Wohnzwecken umgewandelt wurden. Die Besonderheit liegt in der Großzügigkeit der weitläufigen und hohen Räume.
  • Loggia

    Der Ursprung liegt im Italienischen. Ein nach in das Gebäude integrierter, nach vorne offener, überdachter Raum, innerhalb der Bauflucht liegend, oder nur knapp vorspringend.

M

  • Maklerlohn

    Das Erfolgs-Honorar (Provision, Courtage) des (Immobilien-) Maklers für seine erfolgreiche Vermittlungs- oder Nachweistätigkeit. Aufwendungen sind dem Mäkler nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist. Dies gilt auch dann, wenn ein Vertrag nicht zustande kommt.

N

  • Neubau

    Wohngebäude, die in einer bestimmten Bauweise errichtet wurden und im Wesentlichen nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut wurden. Teilweise werden auch Gebäude als Neubau bezeichnet, die vor Kurzem neu errichtet oder rekonstruiert wurden. Diese Bezeichnung wird dann so lange verwendet, bis das Gebäude zum ersten Mal komplett saniert werden muss.

O

  • Option

    Eine Option ist das Recht, eine bestimmte Sache zu einem späteren Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen oder zu verkaufen. Es besteht jedoch keine Pflicht für den Optionsinhaber, von der Option Gebrauch zu machen.

P

  • Penthouse / Penthaus

    Ein freistehender Anbau auf einem mehrstöckigen Gebäude, der aus der Gebäudeflucht zurücktritt, wodurch eine umlaufende Terrasse entsteht. Das Penthaus ist überwiegend mit einem Flachdach ausgestaltet.
  • Provision

    siehe Maklerlohn

Q

  • Qualitätssicherung

    Um sicherzustellen, dass bei einem Bauvorhaben korrekt gearbeitet wird bzw. keine Mängel entstehen, empfiehlt sich eine baubegleitende Qualitätssicherung von der Angebotsprüfung bis hin zu Abnahme durch kompetente Fachleute.
  • Querschnitt

    Der Querschnitt stellt einen Schnitt durch das Gebäude dar, um insbesondere die Raumhöhen aufzuzeigen.

R

  • Sie vermissen einen Begriff?

    Wir freuen uns über Ihre E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

S

  • Sie vermissen einen Begriff?

    Wir freuen uns über Ihre E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

T

  • Teilungsplan

    siehe Aufteilungsplan

U

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung

    Bescheinigung der Grunderwerbssteuerstelle (Finanzamt) über die Bezahlung der Grunderwerbsteuer. Ohne diese Zahlungsbestätigung wird eine Eigentumsumschreibung im Grundbuch nicht vollzogen.
  • Umschuldung

    Maßnahmen bei hochverschuldeten Unternehmen oder Privatpersonen mit dem Ziel, die Schuldensituation des Schuldners zu entlasten und die nachhaltige Bedienbarkeit der Zinsen und Tilgung zu gewährleisten, z.B. durch Ablösung von Darlehen und tragfähige Umgestaltung der neuen Darlehen.

V

  • Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)

    Die VOB ist ein Normenwerk, dessen Geltung für Bauverträge vereinbart werden kann. Die VOB/B (Teil B) übernimmt dabei die Funktion Allgemeine Geschäftsbedingung (AGB) im Sinne des BGB um allgemeingültige Regeln für das private Baurecht aufzustellen.
  • VOB-Vertrag

    siehe Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)

W

  • Wohnfläche

    Die Wohnfläche ist eine Angabe von Flächen die ausschließlich zu Wohnzwecken dient. Seit 2004 wird die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet, davor war überwiegend die II. Berechnungsverordnung die Grundlage. Jedes Verfahren weist unterschiedliche Bewertungskriterien auf. Zur Wohnfläche zählen beispielsweise keine Keller, Geschäfts- und Wirtschaftsräume.
  • Wohnungseigentümerversammmlung

    Nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist es das oberste Beschluss-, Willensbildungs- und Selbstverwaltungsorgan der Wohnungseigentümergemeinschaft. In den Versammlungen werden u.a. berichtet, diskutiert und beschlossen über die laufende Verwaltung, Gebrauchsregeln des Gemeinschaftseigentums, Instandhaltung und Reparaturen, Jahresabrechnungen, Wirtschaftspläne, bauliche Änderungen, Bestellung und Abberufung des Verwalters und des Verwaltungsbeirats. Einzelheiten zur Versammlung sind meist auch in der Teilungserklärung eines Objektes zu finden. VGL. §§ 23 bis 25 WEG

X

  • Sie vermissen einen Begriff?

    Wir freuen uns über Ihre E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Y

  • Sie vermissen einen Begriff?

    Wir freuen uns über Ihre E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Z

  • Zuteilung

    Wenn ein Bausparvertrag seitens der Bausparkasse zur Auszahlung freigegeben wird, spricht man von Zuteilung. Der Bausparer kann dann über sein Guthaben verfügen und das Darlehen nach den jeweiligen Bestimmungen der Bausparkasse auszahlen lassen.
  • Zwangsversteigerung

    Gläubiger haben damit die Möglichkeit, in das unbewegliche Vermögen (Grundstücke, Gebäude, Wohnungen etc.) zu vollstrecken, um so ihre Ansprüche gegen den Schuldner zu befriedigen. Einzelheiten sind im Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung (ZVG) geregelt. Vgl. § 869 Zivilprozessordnung (ZVO)
  • Zwangsvollstreckung

    Gesetzlich geregeltes Verfahren zur Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche eines Gläubigers, als Teil des Zivilprozesses. Vgl. §§ 704 -915 ZPO (Zivilprozessordnung) und ZVG (Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung).
  • Zwischenfinanzierung

    Eine Zwischenfinanzierung überbrückt einen kurzfristigen Kreditbedarf, beispielsweise während der Bauphase. Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (evtl. durch den Verkauf einer anderen Immobilie) oder die Auszahlung von langfristigen Finanzierungsmittel abgelöst.

Unsere kostenfreie Service-Rufnummer:
0800 / 700 75 75
Besuchen Sie uns:

Copyright © rimaldi.de 2013 - 2018.